Good news von UNO: Jetzt ist endlich "Sauberes Wasser ist menschenrecht!"






Sauberes Wasser ist Menschenrecht. Die Vereinten Nationen haben den Anspruch auf sauberes Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen:

...Damit ist reines Wasser jetzt ein Menschenrecht.

In der Vollversammlung der 192 Mitgliedsstaaten, von denen 163 anwesend waren, wurde eine entsprechende Resolution mit der Mehrheit von 122 Stimmen angenommen. Bolivien hatte den Vorschlag vorgelegt, der von 33 anderen Staaten unterstützt wurde.




41 Staaten enthielten sich bei der Abstimmung: UNO-Angaben zufolge verweigerten überwiegend entwickelte Länder ihr Veto, während die Staaten der Dritten Welt fast durchweg für den Entwurf stimmten.

Insbesondere die USA, Kanada und Großbritannien hatten vergeblich versucht, eine Abstimmung über die Resolution zu verhindern. Doch so geschlossen, wie bei anderen Abstimmungen zu vergleichbaren Themen, war das Lager der reichen Staaten des Nordens diesmal nicht.


"Diese Resolution bringt kein Recht auf Wasser im Sinne des internationalen Rechts", sagte beispielsweise der Vertreter der USA. "Sie ist nicht eindeutig und deshalb müssen wir uns enthalten."


Von all diesen heutigen Problemen hatte die Menschheit bei der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1948 noch keine Ahnung, argumentiert Maude Barlow, Gründerin des in Kanada beheimateten "Blue Planet Project".


Im Jahr 2010 stelle der fehlende Zugang zu sauberem Wasser aber "die größte Menschenrechtsverletzung der Welt dar".


Das "Projekt für einen blauen Planeten" engagiert sich für den Schutz und für eine gerechtere Verteilung der weltweiten Wasserressourcen und hatte vor zwei Jahren die internationale Kampagne initiiert, das Recht auf sauberes Wasser durch eine UN-Resolution anzuerkennen.


Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden Menschen keinen zu einfachen sanitären Anlagen. Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder


"Alle dreieinhalb Sekunden stirbt ein Kind" Boliviens UN-Botschafter Pablo Solón betonte, Millionen Menschen müssten jeden Tag ohne reines Wasser leben. "Durchfall ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Durch schmutziges Wasser sterben mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Masern zusammen." Bei seiner Rede vor der Vollversammlung hielt Solón kurz inne: "Alle dreieinhalb Sekunden stirbt ein Kind, nur weil es kein sauberes Wasser hat."


Die Erklärung der Menschenrechte und damit auch der Anspruch auf sauberes Wasser ist völkerrechtlich nicht verbindlich. Einklagbar ist es selbst in den Unterzeichnerstaaten nicht, zu denen alle 192 UN-Mitglieder automatisch mit ihrem Beitritt zählen.


Die Verankerung hat aber einen hohen symbolischen Wert und somit auch Einfluss auf die Politik von Staaten und der Vereinten Nationen.


Die Vereinten Nationen hatten sich im Jahr 2000 das Ziel gesetzt, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser bis 2015 zu halbieren.

Doch bei der Sanitärversorgung ist die Welt weit vom Ziel entfernt. Dabei sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder an Durchfall, der sich durch eine Sanitärversorgung vermeiden liesse.